Thea A. Käszner (born 1991 in Denmark) studied sculpture at the HFBK Hamburg from 2014 - 2020 under Prof. Pia Stadtbäumer. From 2018 – 2019 she studied at the School of the Museum of Fine Arts at Tufts University in Boston.

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takaszner@gmail.com

www.instagram.com/thea_kaeszner



 













ARTIST STATEMENT | I work with narratives that are extracted from our everyday life and pick up inspiration from philosophy as well as from popular culture. My point of departure and choice of material is grounded in my interest in the mundane and the structures that gives it form. My work explores the intersections between the generic and the singular; whether or not we chose to conform to these structures, how we relate to the objects we are surrounded by and how these can become symbols of certain situations, feelings, or ways of communication.



COLLECTING | I collect impressions and emotions, which I then compress into new narratives and release back into world as flashbacks – or as something we can all relate to, have experienced or seen. I work with different media representative of popular culture, which I then deconstruct in order to produce new meanings, such us for instance comics that are stripped of either their drawings or text, film trailers without films, ‘one-picture’ movies, ‘one-slide’ slideshows, etc. In my work, I try to reverse certain logics with the framework of the ordinary in order to generate the opposite of what we expect.






TABLES | The table is an object, which is loaded with emotions. Its size, type, placement, design, material and form are all symbols that situates us in a very specific social landscape, dictating the behavior of the people that sit around it. In my work, I am interested in exploring and questioning the dramaturgy that plays out around the table as well as the table as a scenography in its own right.



TEXT | In my text based works I use both text as symbols and symbols as text. Text has always been an important and visibly integrated part of my works, serving as extracts of poetry wrapped in sculptural form or as tactile interventions that interacts with its context. A dialogue between words and material is always present in my text works.



(deutsch)

FOKUS | Meine Arbeit besteht aus zwei verschiedenen Teilen – einem narrativen und einem technischen. Ich möchte Ausstellungssituationen kreieren, in denen die einzelnen Arbeiten in Verbindung zueinander eine Art Flashback zu den Dramen bilden, die das alltägliche Leben unterbrechen. Der Alltag ist voller Wiederholungen, die unser Leben auf unterschiedlichste Art und Weise formen. Diese Wiederholungen sind Erfahrungen und Emotionen, die wir alle kennen. Diese existentiellen Gefühle haben mich immer schon beschäftigt, da ich sie nicht nur selber erlebe, sondern uns die Populärkultur auch tagtäglich damit bombardiert. Das Drama entsteht inmitten des alltäglichen Lebens – als Bruch in der Wiederholung. Meine künstlerische Arbeit, vom Konzept bis zur Materialwahl, basiert auf meinem Interesse an Strukturen und Wiederholungen im Mondänen. Auf taktilen Erfahrungen und Erinnerungen. Auf Kontrasten und linguistischen Konfrontationen.

WEBEN | Textilien berühren unsere Haut andauernd, aber nur wenn sich das Material besonders angenehm oder irritierend anfühlt, nehmen wir die Präsenz der Stoffe wahr: Kratzig, schwer, federleicht, weich, elektrisch aufgeladen, geschmeidig, flauschig – in verschiedenen Kombinationen – wir alle kennen diese Empfindungen. Manchmal, wenn ich Menschen auf der Strasse beobachte, stelle ich mir vor ihre Kleider zu tragen. Dann frage ich mich wie sie sich auf meinem Körper anfühlen würden. Ich muss mich in den Arm kneifen, um mich von diesen Tagträumen und den damit verbundenen Gefühlen lösen zu können.Die Taktilität ist ein zentraler Punkt meiner Erzähltechniken. Durch den Tastsinn können Erinnerungen hervorgeholt werden. Zudem hilft er einem auch Dinge und sich selbst in der Welt einzuordnen. Mein Interesse am Weben entstand sowohl aus der Nähe des Taktilen zum Technischen wie auch des Gewobenen zum Geschriebenen. Schreiben und Weben haben eine poetische und technische Ähnlichkeit, bei welcher Text, Textilien, Taktilität und Technik interagieren und ineinander verschmelzen können.

TEXT | In meinen textbasierten Arbeiten benutze ich sowohl Texte als Symbole als auch Symbole als Texte. Text war immer ein essentieller Teil meiner Arbeit. Oft forme ich poetische Texte zu  Skulpturen, zu taktilen Interventionen, wodurch sie eine räumliche Präsenz erhalten. Ein Dialog zwischen Wörtern und Material ist immer present in meinen textuellen Arbeiten.

SAMMELN | Ich sammle Eindrücke und vertiefe mich in emotionale Situationen. Ich komprimiere sie zu neuen Erzählungen, die ich dann in die Welt zurückwerfe – wie eine Art Rückblende von Geschichten. Geschichten, mit denen wir uns alle identifizieren, die wir erlebt oder gesehen haben.

SKULPTUR | Papier ist ein zentrales Material in meinen Skulpturen. Durch die Faltung von Papier verwandle ich das Zweidimensionale zum Dreidimensionalen. Papier ist in meinen skulpturalen Arbeiten entweder als konkretes Material oder als visuelle Assoziation vertreten. Durch Personifizierungen der Objekte in meinen Skulpturen werden diese zu Protagonisten einer Erzählung. Sie bekommen unterschiedliche Rollen und Charaktere, die innerhalb einzelner Ausstellungen miteinander interagieren.